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In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden / Ortschaften die zur Pfarrei Seliger Paul Josef Nardini in Germersheim gehören.

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Freitag, 18. Oktober 2019

Die Welt der Bibel neu entdecken: Ökumenisches Großprojekt in Lingenfeld

Mit groß angelegten Projekten rund um die Bibel haben die evangelische und katholische Kirche in Lingenfeld, Schwegenheim und Westheim in den Vorjahren für Aufmerksamkeit gesorgt und viele Menschen begeistert. Jetzt geht ein neues Projekt an den Start. Es soll in der Fastenzeit 2020 Menschen einladen, die Bibel neu für sich zu entdecken.

Ein ganzes Dorf verwandelten die zahlreichen Engagierten im Jahr 2015 in ein „Land der Bibel“, als sie in Westheim vor ansprechender Kulisse und in historisierenden Gewändern Jesus-Begegnungen aus den Evangelien darstellten. „EinAugenblick“ hieß das Projekt. Einige Jahre vorher war das Lingenfelder katholische Pfarrheim in einen „Ostergarten“ verwandelt worden. Besucher konnten hier Szenen aus den letzten Tagen Jesu intensiv miterleben.

Im Pfarrheim Lingenfeld soll nun auch das neue Projekt „WortSchatz“ stattfinden. „Es geht um die Wirkungsgeschichte der Bibel und darum, was dieses Buch für uns bedeutet“, sagte Martin Oesterling, protestantischer Pfarrer aus Westheim, bei der Auftaktveranstaltung, mit der das Projekt vorgestellt und Mitwirkende gesucht wurden.
Über Jahrhunderte dauerte der Entstehungsweg der heiligen Schrift. In Lingenfeld wird dieser Weg wie im Zeitraffer erlebbar. In acht Stationen soll gezeigt werden, wie die Bibel geworden ist: vom mündlichen Erzählen über die klösterliche Schreibstube des Mittelalters hin zu Luthers Burgkammer auf der Wartburg, wo er die erste deutsche Bibelübersetzung schuf. „Das soll für alle Sinne erlebbar gemacht werden“, so Pfarrer Oesterling. Ob das nun das Nomadenzelt ist, in dem sich Gäste eine Jesus-Geschichte erzählen lassen können oder die Druckerwerkstatt Johannes Gutenbergs, der eben die ersten Seiten einer Bibel druckt – all das soll in einer Art großer Installation ins Pfarrheim integriert werden. Die Stationen sollen in Bild, Ton, Kulisse und Schauspiel so gestaltet werden, dass sich der Betrachter in einer Art Zeitreise mitgenommen fühlt in die Welt der Bibel.
Zugleich soll es möglich werden, besonders ansprechende Teile, Sätze oder Wörter der Bilder für sich neu zu entdecken. Auch dazu wird eine "Erlebniswelt zum Aktiv werden" geplant, in der Gäste nach Begehen der acht Stationen zum Beispiel einen Bibelvers mit einer alten Druckerpresse drucken oder für sich kalligraphisch gestalten können.

Viele Talente werden gesucht
„Für das Geplante benötigen wir viele Unterstützer: Frauen und Männer, die Näher, Kulissenbauer, Techniker, Schauspieler, Gruppenbegleiter sind“, unterstrich Pastoralreferent Thomas Bauer von der katholischen Pfarrei Germersheim. "Wir wollen, dass sich viele mit ihren Talenten einbringen können." Eröffnet werden soll die multimediale Ausstellung am 13. März 2020. Bis Gründonnerstag (8. April) wird sie laufen mit Führungen an allen Tagen außer montags. Jede Führung dauert rund eine Stunde, ab November ist es möglich, im Internet Termine zu buchen.

Rahmenprogramm und Bibelschau
Wie die verschiedenen Stationen mit den Mitwirkenden jetzt erst noch ausgestaltet werden sollen, so wird auch an einem Rahmenprogramm noch gefeilt. Es soll Kurse in Kalligrafie und „Biblischem Tanz“ oder ein „Bibel-Dinner“ geben. Außerdem werden für eine „Schatzkammer“ besondere Bibeln in den beteiligten Gemeinden gesucht, zu denen die Leihgeber einen emotionalen Draht haben: „Das kann eine alte Bibel sein, die von Generation zu Generation weitervererbt wurde oder eine, die vielleicht während der Kriegsgefangenschaft Trost und Halt gab“, nennt Annett Sinnwell vom Westheimer Presbyterium Beispiele. Die Bibel sollen gesichert in Vitrinen präsentiert werden. Die besondere Beziehung der Eigentümer soll dazu erzählt werden. Zusätzlich findet ein Kunstprojekt für Kinder und Jugendliche statt, die sich kreativ und mit ganz verschiedenen Materialien und Techniken mit einer selbstgewählten biblischen Geschichte beschäftigen können. Die Ergebnisse werden dann bei „WortSchatz“ präsentiert. Einsendeschluss ist dafür am 1. Dezember.

Näheres zum Projekt: Pastoralreferent Thomas Bauer, Telefon 07274/94853317. Auf der Aktionshomepage www.wortschatz2020.degibt es Infos, wofür Unterstützung gesucht wird und wann dafür Vorbereitungstreffen angesetzt sind. Diese Treffen beginnen für die verschiedenen Bereiche in diesen Tagen bereits.

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