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Freitag, 08. Dezember 2017

Als Nikolaus kommt der Bürgermeister

Die Kindergartenkinder schwärmten aus und verteilten zusammen mit Nikolaus Geschenke an die Senioren.

Caritas-Altenzentrum: Kindergartenkinder beschenken Senioren, Pflegeschüler organisieren Nikolausfeier

Die Bewohner des Caritas-Altenzentrums St. Elisabeth haben Besuch vom Nikolaus bekommen. Mit einem schwer beladenen Bollerwagen voller Geschenke kam er am Nikolaus-Tag begleitet von einer Schar Kindergartenkindern zu den Senioren. Und wie für einen echten Nikolaus üblich, hatte er sein großes goldenes Buch dabei, in dem ihm seine himmlischen Helfer die guten Taten der Bewohner aufgeschrieben haben.


So gab es ein großes Lob vom Nikolaus und viel Applaus von den anderen Bewohnern für Herrn Tilch, der immer fleißig hilft, den Essenswagen nach unten zu fahren, für Herrn Bügel, der die Getränke verteilt, Frau Nuber, die immer meldet, wenn es jemandem nicht gut geht und Frau Rupp, die beim Tischdecken hilft. Dann schwärmten die Kinder aus und verteilten voller Freude Geschenke an alle Senioren. Zum Dank bekam der Nikolaus ein Ständchen vom eigens für diesen Nachmittag gegründeten „Caritas-Chor“ gesungen. Der, so war die einhellige Meinung aller, sollte ruhig bestehen bleiben. Besonders beeindruckend: Bewohner Herbert Rüffel begleitete den Chor wunderbar auf seiner Mundharmonika. „Oh ja, das hat wirklich Spaß gemacht, zu singen“, sagt eine Bewohnerin später freudestrahlend.

 

Für den reibungslosen Ablauf der Nikolausfeier sorgen jedes Jahr die Schülerinnen und Schüler, die von Praxisanleiterin Claudia Lettow in praktischer Altenpflege unterrichtet werden. Eine wunderbare Übung, findet Lettow, denn die Schüler können dabei eine Menge lernen: sie decken nicht nur die Tische für die rund 80 Bewohner, die zur Feier kommen, organisieren Kaffee und Kuchen und bedienen die Senioren. Sie sind für das komplette Programm verantwortlich, übernehmen die Moderation und schreiben sogar die Rede für den Nikolaus. Der wurde in diesem Jahr von Bürgermeister Markus Schaile gespielt. Schon im Vorfeld machen sie sich Gedanken, welche Bewohner vom Nikolaus ganz besonders gelobt werden sollen.

 

„Die Schüler sind, wenn sie zu uns kommen, oft zurückhaltend und gehemmt“, sagt Claudia Lettow. Bei Aktionen wie der Nikolaus-Feier lernen sie auf Leute zuzugehen und vor großem Publikum zu sprechen. Ein weiterer Lerneffekt ist, dass die Schüler bei der Organisation der Feier Verantwortung übernehmen und Termine einhalten müssen. „Das ist ganz wichtig für ihren Beruf. Sie haben später ja die Verantwortung für Menschen. Je eher sie das lernen und je mehr sie es üben desto besser."


Parycja Inczewska ist sich dieser Verantwortung bewusst. Die 38-jährige angehende Altenpflegerin ist ziemlich aufgeregt, denn sie hat die Moderation eines Teils der Veranstaltung übernommen. Sie erklärt den Bewohnern, wer sie ist, singt mit ihnen, liest eine Strophe eines Gedichtes vor, verteilt Kaffee und Kuchen, hilft, wenn es mit dem Essen alleine nicht mehr so gut klappt. Vor allem aber strahlt sie, wenn sie sich den Senioren zuwendet. „Das ist mein Traumjob. Ich habe 20 Jahre mit meiner Oma zusammengewohnt und finde die Arbeit mit alten Menschen wunderbar“, erklärt sie. So hat jeder der Schülerinnen und Schüler an diesem Tag seine Aufgabe gefunden. Die einen noch ein wenig schüchtern, die anderen schon ganz professionell. Den Bewohnern haben sie einen schönen Nachmittag bereitet, an dem viel gelacht wurde.

(Text und Foto: Dr. Christine Kraus für den Caritasverband für die Diözese Speyer e.V.)

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