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In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden / Ortschaften die zur Pfarrei Seliger Paul Josef Nardini in Germersheim gehören.

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Freitag, 09. Dezember 2016

Krankenpflegeverein ehrt frühere Vorstände

Würdigung der bisherigen Vorstände aus den drei fusionierten Vereinen durch Pfarrer Jörg Rubeck.

Bei einem besinnlichen und geselligen Nachmittag zu Ehren der heiligen Elisabeth wurden die früheren Vorstände der Krankenpflegevereine von Germersheim, Sondernheim und Lingenfeld geehrt.

„Die Fusion der drei Vereine auf unserem Pfarrgebiet hat uns nur Vorteile gebracht“, diese Erfolgsbilanz hat Pfarrer Jörg Rubeck bei einer Feierstunde des Katholischen Krankenpflegevereins St. Elisabeth der Pfarrei Seliger Paul Josef Nardini Germersheim gezogen. Vor elf Monaten sind die Elisabethen- bzw. Krankenpflegevereine von Germersheim, Lingenfeld und Sondernheim nach jeweils einstimmigen
Beschlüssen der Mitgliederversammlungen zusammengeführt worden.

Die Feierstunde am 20. November im Pfarrheim von Lingenfeld war der Anlass, den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern der drei bisherigen Vereine für ihren teils langjährigen Einsatz zu danken. Rubeck und die rund 80 Anwesenden spendeten den Engagierten Applaus „für alles, was sie für unsere Gemeinden und für die Menschen getan haben“. Unter den Gästen waren die früheren Lingenfelder Pfarrer Dr. Henry Patrao und Werner Oestreicher, Bürgermeister Marcus Schaile (Germersheim) sowie
Ortsbürgermeister Erwin Leuthner (Lingenfeld).

Der neue Verein mit seinen nun 770 Mitgliedern wird von einem Vorstand geführt, dem Vertreter aus allen bisherigen Vereinen angehören. Zugleich will der Verein die Traditionen seiner Vorläufer fortführen – auch die Elisabeth-Feierstunde mit einem Lied, einem Gebet und der anschließenden Runde bei Kaffee und Kuchen gehört dazu. Sie war bisher eine Lingenfelder Gepflogenheit.

Erinnert wurde in der Feierstunde an das 100. Jubiläum des Lingenfelder Vereins im Jahr 2006 in einem Vortrag von Richard Benz sowie an die Gründung des Germersheimer Krankenpflegevereins vor 125 Jahren. Der stellvertretende Vorsitzende Ansgar Mohr führte die Umstände aus, die 1891 in der damaligen Festungsstadt zur Gründung führten, um zunächst zwei, später drei Niederbronner Ordensschwestern die Möglichkeit zu geben, für die Kranken sorgen zu können. Bald darauf kam als weiterer Vereinszweck die Trägerschaft für eine „Kinderbewahranstalt“ und eine Kinderschule dazu, abgelöst wurde dies erst 1975 durch die Einrichtung des neuen Kindergarten „St. Jakobus“.

Weichenstellend war der Verein im selben Jahr bei der Gründung der ökumenischen Sozialstation, die
schließlich die Krankenpflege übernahm. Noch bis 2006 arbeitete dort mit Schwester Blandina eine Ordensfrau mit. Ansgar Mohr erinnerte auch an die Ordensschwestern Frontina, die zwischen 1916 und 1970 junge Germersheimer im Kindergarten betreute, und Katharina, die jahrzehntelang per Rad tagsüber wie nachts die Kranken umsorgte.

Der Krankenpflegeverein St. Elisabeth ist auch heute ein wichtiger Förderer der ambulanten Pflege. Er ist Mitglied der Ökumenischen Sozialstation Germersheim-Lingenfeld. Bürgermeister Schaile dankte in seiner Funktion des ersten Vorsitzenden der Sozialstation für diese Unterstützung. Diese ist auch eine finanzielle: Ein Großteil der Mitgliedsbeiträge aus dem Krankenpflegeverein wird an die Sozialstation weitergegeben. "Sie helfen uns, eine gute und christlichen Grundsätzen entsprechende Pflege leisten zu können", wandte sich Schaile an die Mitglieder des Krankenpflegevereins.

Bei der Feierstunde war zunächst die Vereinspatronin, die heilige Elisabeth von Thüringen, gewürdigt worden. Rubeck verband mit der weithin bekannten Elisabeth-Legende von Brot und Rosen die Botschaft, dass Elisabeth bereit gewesen sei, für die Mitmenschen alles zu geben: „Ihre Liebe und schließlich auch ihr Leben. Dafür sind Brot und Rosen ein Symbol.“ Sein Vorgänger Patrao sagte, so ein Krankenpflegeverein sei „wie der Duft der Rosen und Brot für hilfsbedürftige Menschen“. Er wünschte dem Vorstand Erfolg auf dem Weg, den Verein in die Zukunft zu führen. Dazu gehört unter anderem auch die Werbung um neue Vereinsmitglieder.

(hma)

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