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Dienstag, 26. Juli 2016

Schwegenheimer Kirche wieder geöffnet

Voll besetzt war die Kirche beim Wiedereröffnungs-Gottesdienst.

Eine Bibelszene zum Evangelium.

Pfarrer i. R. Patrao, Pfarrer Rubeck und Kaplan Shaiju.

Begegnung beim Sommerfest auf der Kirchenwiese.

Ende gut, alles gut – das ist wie ein Leitwort für die Sanierung und Wiedereröffnung der Schwegenheimer Kirche St. Bartholomäus.

Mit einem fröhlichen Festabend wurde das Gotteshaus am 17. Juli wieder in Dienst gestellt, verbunden mit der Einladung „Wir gehen wieder in die Kirche“.

 

Dieser Aufforderung waren viele gefolgt, Sitzplätze waren knapp. „Mit großer Freude feiern wir jetzt diesen Gottesdienst. Es ist ein Freudentag für die ganze Pfarrei”, sagte Pfarrer Jörg Rubeck zur Eröffnung. Das kam in der Musik zum Ausdruck: Die Kirchenbesucher sangen kräftig mit, die frisch überprüfte und gereinigte Kirchenorgel kam voll zur Geltung und unter Leitung von Pastoralreferent Thomas Bauer sang die Gruppe “Cantamus” und erreichte so die Herzen der Kirchgänger. Bewegend auch die Spielszene zum Evangelium von Martha und Maria, bei denen Jesus zu Gast ist. Im Stil der Westheimer Bibelbilder von “Ein AugenBlick” wurde diese Szene vor dem Altar dargestellt.

 

In seiner Predigt berichtete Pfarrer Rubeck von den Sorgen mit St. Bartholomäus: Bei den Vorbereitungen zu einer Hochzeit schmorte und brannte es in der Beleuchtung. Die Flammen waren schnell gelöscht – auch weil unter den Hochzeitsgästen Feuerwehrleute waren, die Trauung konnte trotz aller Aufregung wie geplant noch stattfinden – aber die Kirche war unbrauchbar. „Alles war mit einer Rußschicht überzogen.“ Die Dorfkirche – im nächsten Jahr kann ihr 60-jähriges Bestehen gefeiert werden – war daher seit Ostern für die Innenrenovierung geschlossen. Die Sorgen, so Rubeck, seien bald verflogen: Erstens sei bei dem Brand niemand etwas passiert, zweitens hätten alle an einem Strang gezogen, um die Kirche wiederherzustellen. „Und zwar schöner als zuvor.“

 

Dass das ein langer Weg war, bestätigte der frühere Pfarrer Henry Patrao, der den Gottesdienst im Rollstuhl sitzend mitverfolgte: Oft und lange sei im früheren Verwaltungsrat über eine Neugestaltung von St. Bartholomäus beraten worden. Stets ohne Ergebnis. „Dann hat wohl der liebe Gott entschieden und hat die Lampe brennen lassen. ,Entweder, ihr saniert jetzt mein Haus, oder ich spreche hier nicht mehr zu Euch’“, meinte der Ruhestandsgeistliche schmunzelnd. Er dankte der Lampe für ihre Flammen – und lobte die heute Verantwortlichen: „Es ist sehr gelungen!“ Eine neue Elektro-Installation, die neue Beleuchtung, Ausbesserung des Putzes und neue Wandfarbe tragen zur schlichten Schönheit des Gotteshauses bei. „Mit einem wärmeren Wandton passend zur Holzdecke haben wir den Charme der 1950er-Jahre gut zur Geltung bringen können“, sagt Claus Sternberger, der seitens des Bischöflichen Bauamtes Speyer die Maßnahme betreute. Er freut sich über die erreichte „freundliche, offene Raumatmosphäre“.

 

Lobes- und Dankesworte seitens des Gemeindeausschusses gab es für die Architekten und die Handwerker, die damalige Hochzeitsgesellschaft, für ein Team von „Putzengeln“ aus der Gemeinde, für das Gastrecht an Weihnachten in der protestantischen Kirche und für Sakristanin und Gemeindeausschuss-Mitglied Marianne Vierling, die dann auch das Ewige Licht wieder anzündete. Vierling ist mit der Kirche, wie weitere Schwegenheimer Katholiken, schon seit Kindesbeinen eng verbunden. “Ich bin einfach happy, dass die Kirche fertig ist und dass wir sie behalten können.”

 

Zur frohen Feier passte gut das launische Grußwort von Pfarrer Andreas Gutting von der protestantischen Gemeinde Schwegenheim und Zeiskam: Eigentlich habe er ja passend zum Reformationsjubiläum 2017 ein Porträt von Luther überreichen wollen, erzählte er. Aber dann hat sich der evangelische Theologe für eine große Kerze mit dem Magnifikat, dem Loblied Mariens, entschieden. Mit herzlichen Worten überreichte er diese Pfarrer Rubeck und beglückwünschte die katholische Gemeinde “zu dieser schönen Kirche”. Es sei schön, dass Schwegenheim nun wieder zwei Gotteshäuser habe. “Gott braucht ja kein Haus, wir Menschen aber brauchen Gotteshäuser”, hob Gutting hervor.

 

An den Gottesdienst schloss sich ein Sommerfest auf dem Außengelände an. Die Abendsonne oder den Schatten des großen Esskastanienbaumes neben der Kirche genossen dabei nicht nur die Schwegenheimer, sondern auch Gemeindeangehörige aus Sondernheim, Lingenfeld, Westheim und Germersheim. „Beim Einzug vorhin war ich sehr erleichtert und froh, als ich gesehen habe: unsere neue Kirche ist voll“, freute sich Pfarrer Jörg Rubeck und fuhr fort: “Es ist großartig, dass Menschen aus allen Gemeinden der Pfarrei hier sind.”

 

Sonntags ist nun wieder um 9 Uhr, bzw. am ersten Sonntag jeweils um 10.30 Uhr Messfeier.

 

 

Zu einer Bildergalerie vom Festabend geht es hier.
Infos zur Kirchengeschichte sind hier zu finden.

HM

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