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Montag, 23. November 2020

Nardini-Pfarrei hat erstmals eine Sozialreferentin

Sozialreferentin Rita Rösch.

In drei Pfarreien testet das Bistum Speyer in einem fünfjährigen Pilotprojekt das neue Berufsbild „Sozialreferentin“. Neben einer Pfarrei in Kaiserslautern sind das die Pfarreien Landau-Mariä Himmelfahrt und Germersheim-Seliger Paul Joseph Nardini. In Germersheim wurde am 8. November offiziell Rita Rösch als Sozialreferentin vorgestellt.

„Eine neue Mitarbeiterin, jemand der das Team der Hauptamtlichen ergänzt und zu uns passt – das ist immer gut“, bringt Dekan Jörg Rubeck seine Freude über den Zuwachs in seiner Pfarrei lachend zum Ausdruck. Weil es aber ein Pilotprojekt ist, „gibt es das vom Bistum nicht einfach so: Wir müssen nach Speyer berichten über unsere Erfahrungen und werden intensiv begleitet.“ Aber das sei ja schon gelernt: „Wir waren schon Projektpfarrei, das kennen wir also gut.“

Rita Rösch, die neue Sozialreferentin der Nardini-Pfarrei, freut sich ebenso über die neue Aufgabe und darüber, „ein bisschen wie ein Versuchskaninchen zu sein“, denn darin liege der Reiz, Neues zu entwickeln und die Projektstelle selbst mitzugestalten. „Da ist noch nicht alles genau definiert und festgelegt, sondern soll sich aus der Praxis heraus entwickeln.“

Diese Erfahrung ist nicht neu für die Kurpfälzerin, und auch der Wirkungsort nicht: Als die Diplom-Sozialpädagogin 1990 in den Dienst des Bistums Speyer kam, begann sie als Jugendreferentin in der damals neu gegründeten Katholischen Jugendzentrale Germersheim. Es folgte ein Wechsel auf die entsprechende Stelle im Dekanat Speyer, wo sie 18 Jahre arbeitete. „Zum Tätigkeitsbereich gehörte da alles, was die katholische Jugend veranstaltet und geplant hat: Weltjugendtag 2005, alle 72-Stunden-Aktionen, Filmgottesdienste, aber auch politische Vertretung der Jugend im Kreisjugendausschuss.“ In der Jugendarbeit habe sie vor allem mit Organisieren und mit dem Zuhören Erfahrung gesammelt: „Auf Menschen zugehen, hören, wo der Schuh drückt und dann überlegen, was zu tun ist, das kann ich, glaube ich, ganz gut.“

Während es bisher um junge Menschen ging, ist Röschs neue Aufgabe auf alle Menschen in der Pfarrei ausgerichtet. „Ich möchte mit und für die Menschen etwas entwickeln, was ihnen hier in den Gemeinden bisher fehlt.“ Die Corona-Krise sei da gleich die erste Herausforderung: „Einsamkeit, das ist ein wichtiges Thema, im Übrigen auch bei jüngeren Menschen.“

Für die Einarbeitung von Rita Rösch, die Vernetzung von örtlichem Caritas-Zentrum, Pfarrei und kommunalen Angeboten schaffen soll, ist Corona ebenfalls eine Herausforderung: „Man kann sich neu am Telefon vorstellen, aber besser ist es, die künftigen Ansprechpartner persönlich zu treffen.“ Ein Kennenlern-Besuch in der Germersheimer Tafel ist geplant, und beim Caritas-Zentrum wird die neue Sozialreferentin hospitieren. Zugleich drückt sie gewissermaßen noch einmal die Schulbank: Zum Job gehört das Absolvieren eines Grundkurses Theologie im Fernstudium. „Das zeigt auch, dass unser Bistum hier Neuland betritt mit einer Art ,Zwitter-Stelle‘ aus Caritasarbeit und Seelsorge“, sagt Pfarrer Rubeck. „Frau Rösch wird ihren besonderen Blickwinkel der sozialen Arbeit nicht nur ins Pastoralteam einbringen, sondern gehört wie die Seelsorger auch den pfarrlichen Gremien an.“ – „Das finde ich interessant und spannend, ich freue mich auf alle Kontakte und bin für alles offen“, sagt die Sozialreferentin.

Jörg Rubeck und Rita Rösch sind sich einig, dass der soziale Ansatz zur Arbeit der Pfarrei gehört wie ihre Kirchtürme und Gottesdienste – und dass die Pfarrei das Vorbild dafür im Namen trägt: „Nardini ist eine faszinierende Person“, sagt die Sozialreferentin, die sich schon jetzt auf die geplanten Veranstaltungen im Nardini-Festjahr 2021 freut, in denen auch an das Wirken des "Vaters der Armen" erinnert wird, wie Nardini im 19. Jahrhundert in Pirmasens genannt wurde.

Wie das Bistum Speyer informiert, sind die Stellen der Sozialreferentinnen eine Art „Extra“, sie ersetzen nicht die Seelsorger-Planstellen, sondern ergänzen die Seelsorgeteams der jeweiligen Pfarrei. Zunächst soll es bei diesen drei Stellen bleiben, sagt Patrick Stöbener, der im Bischöflichen Ordinariat für das Pilotprojekt zuständig ist. Zu den von Speyer vorgesehenen Aufgaben zählt die Begleitung der haupt- und ehrenamtlich in der Pfarrei Verantwortlichen bei der Fortschreibung des Pastoralen Konzeptes mit Methoden der Sozialraumanalyse, die Netzwerkarbeit zu gesellschaftlich vor Ort relevanten Einrichtungen und Verbänden, die Vernetzung mit den Caritas-Institutionen vor Ort sowie auch die Gewinnung, Qualifizierung und Begleitung von ehrenamtlich Tätigen der Pfarrei in diesen Bereichen.

Rita Rösch ist mit halber Stelle in der Pfarrei Germersheim beschäftigt. Sie stammt aus Schwetzingen, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter.

Kontakt: Rita Rösch, Pfarrbüro Germersheim, Telefon 07274/9485330, E-Mail: rita.roesch@bistum-speyer.de

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