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Mittwoch, 12. Februar 2020

Begeistert von der Bibel

560 Kinder und Jugendliche bei Kunstwettprojekt zur Bibel

Knapp ein Monat, dann wird in Lingenfeld das ökumenisch veranstaltete
Bibelprojekt „Wortschatz“ eröffnet. Dabei handelt es sich um eine
multimediale Ausstellung, die mit Film- und Musiksequenzen,
Theaterszenen, einer Erlebniswelt und einer Ausstellung von Bibeln aus
aller Welt den Entstehungsprozess der Heiligen Schrift anschaulich
macht. Im Vorfeld haben die Veranstalter Kinder und Jugendliche zu einem
Kunstprojekt eingeladen.

„Male oder gestalte (d)eine Geschichte aus der Bibel“, so hatten die
katholische Pfarrei Germersheim und die protestantische Kirchengemeinde
Westheim-Lingenfeld Kinder- und Jugendgruppen sowie Schulklassen
aufgefordert. Viele sind der Einladung gefolgt: Rund 560 Teilnehmende
fand das Kunstprojekt, freuen sich Thomas Bauer und Marie-Christin Mayer
vom Germersheimer Seelsorgeteam. „Vom Alter her waren es Kita-Kinder,
Grundschüler, Konfirmanden und Messdiener aber auch 18-Jährige“,
berichtet Pastoralassistentin Mayer. Da sich eine intensive
Beschäftigung mit der künstlerischen Umsetzung abzeichnete, war der
ursprüngliche Abgabeschluss um fast zwei Monate auf Januar geschoben worden.

Bunte, künstlerische Vielfalt
Rund 250 Arbeiten sind von den jungen Künstlern, die sich gruppenweise
oder als Einzelpersonen mit ihren Lieblingserzählungen aus der Bibel
beschäftigt hatten, eingereicht worden. „Es war kein Wettbewerb
ausgeschrieben und im Nachhinein betrachtet ist das auch gut so: Es wäre
zu schwierig, die Arbeiten in ihrer Verschiedenheit zu bewerten“, macht
Marie-Christin Mayer deutlich. Von Büchern, die mit selbst gemalten
Bildern die Bibelgeschichte nacherzählen über 3D-Animationen und
Stummfilme bis hin zur „Fotostory“ zum Psalm 23 reiche die Vielfalt.
Eine große Zahl von Arbeiten entstand an der Grundschule Lingenfeld.

Die komplette Schule nahm an dem Bibelkunstprojekt teil, deswegen fand hier
Ende Januar auch die Präsentation der Arbeiten vor der Presse statt.
Schulleiterin Annette Haaf dankte bei dieser Gelegenheit den beiden
Kirchen für den Impuls, sich eingehend mit der Bibel zu beschäftigen.
„Es ist ganz erstaunlich, wie sehr die Kinder Feuer gefangen haben.“
Entscheidend sei gewesen, die Kinder selbst die Akteure des
künstlerischen Schaffens sein zu lassen. Religionslehrer Leidner
betonte, dass sich die Kinder selbst ihre Bibelgeschichten aussuchen
durften. Die Lehrer fungierten als Ratgeber und waren für die
Materialbeschaffung zuständig.

Arche, Krippe, Kreuzigung
Der Lieblingsszene von Mathea, Mariella, Sophia und Romy entstammt Noahs
Arche, die die Grundschülerinnen aus Draht und Pappmaché bauten.
Besonders viel Zeit haben die Mädchen in die liebevolle Ausgestaltung
mit vielen, vielen Tierarten investiert. Oder Dean, der mit vier
Klassenkameraden eine Krippenszene mit beleuchtetem Lagerfeuer gebastelt
hat: „Weihnachten ist eine heilige Zeit, deshalb wollten wir diese
Krippe bauen“, erzählt der Grundschüler. Eine nicht weniger bekannte
Szene aus dem Neuen Testament hat die junge Mayra in eine Art
Schaukasten gebaut. Es zeigt die Kreuzigung Jesu auf Golgotha. „Als ich
mir eine Bibelstelle aussuchen sollte, habe ich sofort daran gedacht.
Denn das ist eine ganz wichtige Stelle in der Bibel.“

Ausstellung in Schaufenstern
Zu sehen sind die Werke der jungen Künstlerinnen und Künstler beim
Bibelprojekt „Wortschatz“ ab 14. März in der St. Martinus-Kirche in
Lingenfeld, außerdem während der Fastenzeit in Schaufenstern von
Geschäften in Lingenfeld und Germersheim. „Wir wollen mit den
Kunstwerken auch Erwachsene für die Bibel interessieren und biblische
Erzählungen ins Gespräch bringen“, sagt Mayer. „Das ist ja auch das, was
wir mit dem ökumenischen Projekt ,Wortschatz‘ erreichen wollen.“
Pastoralreferent Thomas Bauer nannte zu „Wortschatz“ noch einige Zahlen:
Mehr als 120 Ehrenamtliche engagieren sich dafür. Von 130 angebotenen
Führungen sind mehr als 70 ausgebucht. Aktuell sind damit 2400 Gäste
für die Führungen angemeldet. Bauer warb darum, sich bei Interesse jetzt
umgehend anzumelden.    (hm)

Der Besuch der Ausstellung dienstags bis sonntags zwischen 14. März und
9. April ist nach Vorbuchung möglich, im Internet auf www.wortschatz2020.de
 

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