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In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden / Ortschaften die zur Pfarrei Seliger Paul Josef Nardini in Germersheim gehören.

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Dienstag, 05. September 2017

Bildergalerie: Erstmals Diakonenweihe in Germersheim

Der Neugeweihte erhält das Evangelienbuch. Bild: Kpl. Thomas Ott

Während der Allerheiligenlitanei. Bild: Kpl. Thomas Ott

Der neugeweihte Diakon mit Weihbischof Georgens und weiteren Diakonen und Priestern. Bild: Kpl. Thomas Ott

Überreichung der Weiheurkunde an Christoph Herr. Bild: Kpl. Thomas Ott

Im Vorfeld der Weihe: Übergabe an einer Albe mit Zingulum durch die Kolpingfamilie an den Weihekandidaten. Foto: Kolping

Der Priesterkandidat Christoph Herr ist am 10. September in seiner Heimatgemeinde Germersheim zum Diakon geweiht worden.

Durch Handauflegung und Gebet nahm Weihbischof Otto Georgens aus Speyer den 27-Jährigen in den Klerikerstand auf. Die gut eineinhalbstündige Feier verfolgten in der Pfarrkirche St. Jakobus hunderte Gläubige mit.

Es war die erste Diakonenweihe in Germersheim. Bis vor einigen Jahren fanden Diakonenweihen - wie heute noch die Priesterweihen - jeweils im Dom zu Speyer statt, dann wurde entschieden, die Heimatgemeinden der Kandidaten stärker mit einzubeziehen. In gewisser Weise war also das Bistum Speyer in Germersheim zu Gast, denn neben zahlreichen Diakonen und Priestern aus dem Bistum und darüber hinaus nahmen auch Katholiken aus anderen Pfarreien des Bistums teil, unter anderem aus Bobenheim-Roxheim, wo Christoph Herr auf dem Weg zur Priesterweihe sein Pastoralpraktikum absolviert. Neben Regens Markus Magin, den Spiritualen Markus Horbach und Martin Seither - sie sind für die Priesterausbildung verantwortlich - nahmen weitere Vertreterinnen und Vertreter des Bischöflichen Ordinariates an der Feier teil. Weihbischof Georgens dankte allen, die Herr auf seinen bisherigen Weg begleitet haben. Georgens schloss die Familie, die Heimatgemeinde, Freunde und Studienkollegen mit ein und bat darum, den Weihekandidaten weiterhin zu begleiten "mit Sympathie und im Gebet". "Zugleich freue ich mich sehr, dass die Weihe hier stattfinden kann, in dieser Stadt und dieser Kirche, die so sehr mit dem seligen Paul Josef Nardini verbunden ist."

In seiner Predigt über das Dienen und das Amt des Diakons stellte Otto Georgens die Frage nach der Dienstleistungsgesellschaft, die den "Dienst" gering schätze, stattdessen den "Service" bevorzuge. "Service ja, aber Dienst? Nach der biblischen Überlieferung kommen wir an den Begriffen „Diener“ und „Dienst“ nicht vorbei." Christen hätten sich mit dem Dienen auseinanderzusetzen. „Wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein und wer bei euch der Erste sein will, soll euer Sklave sein“, zitierte der Weihbischof aus dem Matthäus-Evangelium. "Diese Dienstanweisung, vor über 2000 Jahren von Jesus auf den Dienstweg gebracht, gilt absolut." Christoph Herr werde mit der Weihe amtlich zum Diener berufen. "Sie werden zum Dienst der Verkündigung, zum Dienst am Altar und zum Dienst der helfenden Liebe bestellt." Der Diakonat sei ein Echo der Dankbarkeit, "er ist letztlich die Weitergabe der Liebe, die ich selbst erfahren habe".

Vor der eigentlichen Weihezeremonie legte der Kandidat das Versprechen ab, ehelos zu leben, dem Bischof gegenüber gehorsam zu sein und das kirchliche Stundengebet zu pflegen. Die Handauflegung durch den Weihbischof und sein feierliches Weihegebet stellten dann den Höhepunkt der Zeremonie dar. In symbolischen Gesten wurde der neugeweihte Diakon in sein Amt eingeführt. Neben dem Anlegen der Gewänder, die Heimatpfarrer Jörg Rubeck überreichte, erhielt Herr aus den Händen des Weihbischofs das Evangelienbuch. Darauf folgt die Umarmung des Neugeweihten durch Weihbischof, Priester und Diakone.

Zur festlichen Stimmung des Gottesdienstes trug die Kirchenmusik wesentlich bei: Die vereinigten Stimmen der Kirchenchöre St. Jakobus und St. Martinus-Lingenfeld sowie der Singschar St. Jakobus unter Leitung von Sabine Nebel gaben der Feier mit Teilen der Gounod-Messe "Messe aux Cathedrales" und einem Stück von Mendelssohn-Bartholdy ein besonderes Gepräge. Auch Kantor Leon Tchakachow sowie die Schola des Priesterseminars Speyer unter Leitung von Matthias Schmitt gestalteten die Feier eindrucksvoll mit.

Im Anschluss versammelten sich die Gottesdienstbesucher im benachbarten Klostergebäude, um bei einem Imbiss dem neugeweihten Diakon zu gratulieren. Der offizielle Teil endete mit dem Verlesen und Überreichen der Weiheurkunde an Christoph Herr.

Die Weihe ist eines der sieben Sakramente in der katholischen Kirche. Als einziges Sakrament wird die Weihe in drei Stufen unterschieden: die Weihe zum Diakon, zum Priester und zum Bischof. In einem rund ein Jahr dauernden Diakonat bereiten sich die Priesteramtskandidaten auf die folgende Priesterweihe vor. Sie versprechen bei der Weihe zum Diakon die Ehelosigkeit, den Gehorsam gegenüber dem Bischof und die Pflege des Stundengebets. Diakone leiten Wortgottesdienste, so etwa Tauffeiern, Trauungen und Beerdigungen. Sie dürfen in der heiligen Messe das Evangelium vortragen und dazu predigen. In besonderer Weise sind sie zum Dienst am nächsten verpflichtet.

Hier geht es zu einer Bildergalerie mit zahlreichen Aufnahmen.

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